Bericht: DM in der Halle w U14 am 17./18. März 2018 in Görlitz

 

Bereits am Freitag Mittag sind wir in Wakendorf mit dem Bus in Richtung Görlitz abgefahren und erreichten trotz teilweise schwieriger Witterungsbedingungen die Jugendherberge in Görlitz um 19:15 Uhr. Schnell einchecken, Zimmer beziehen und die Betten herrichten und noch einen Happen in einem benachbarten Restaurant essen. Danach ging es gleich in die Kojen. Mit dem Frühstück am Samstag Morgen konnten wir uns ein wenig Zeit lassen, weil unsere Gruppenspiele erst gegen Mittag begannen. Auch die Begrüßung aller teilnehmenden Mannschaften erfolgte erst nach der Hälfte der Vorrundenspiele der Staffel A.

Aber dann ging es auch endlich für unsere Mädels los.

Die Auslosung für die Staffel B bescherte uns den Meister der Region Süd, den TV Segnitz. Deren erste Angriffsspielerin konnte leider nicht an der Meisterschaft teilnehmen was die Mannschaft leider nicht kompensieren konnte. Unsere Mädchen konnten beide Sätze relativ leicht mit 11 : 6 und 11 : 3 für sich verbuchen.

Ein deutlich schwereres Spiel stand uns in der Begegnung mit dem TSV Karlsdorf, 2. der Region West bevor. Zu Beginn des ersten Satzes fanden die Mädels noch kein Rezept die Angriffe der Gegnerinnen abzuwehren und kamen kaum zu eigenen Angriffen. So lagen wir rasch mit 4 : 7 im Rückstand und es musste um den Satz gebangt werden. Dann aber ging ein Ruck durch die Mannschaft und wir erzielten 5 Punkte in Reihe zum 9 : 7 und nach einem Timeout der Karlsdorfer gelang denen zwar noch einmal der Anschlusstreffer zum 9 : 8 aber dann brachten uns eine gute Angabe von Larissa und ein letzter Fehler der Karlsdorferinnen die Siegtreffer zum 11 : 8 Satzgewinn. Der zweite Satz verlief zu Anfang ausgeglichen aber dann zur Mitte des Satzes erobere unsere Mädels eine kleine Führung die sie nicht mehr hergaben und am Ende konnte auch dieser mit dem gleichen Ergebnis von 11 : 8 für uns entschieden werden.

Damit war unser erstes Ziel, das erreichen der Endrunde fast erfüllt. Gegen die Gastgeber, dem SV Energie Görlitz, würde sogar ein Unentschieden zum Weiterkommen als Gruppenzweiter reichen. Mit dieser Sicherheit im Rücken gelang es unserer Mannschaft beide Sätze mit 11 : 7 und 11 : 6 unter Dach und Fach zu bringen und der Jubel um das erreichte Ziel war groß.

Im letzten Vorrundenspiel gegen den TV Brettorf, 2. der Region Nord, wurde um den Gruppensieg und damit um den direkten Einzug ins Halbfinale gekämpft. In diesem Spiel bekamen wir die Klasse der Vertreterinnen aus Niedersachsen zu spüren. Deren Angriffsspiel brachte uns bei jedem Ballwechsel in arge Bedrängnis. Smilla, Anka-Marie und Sophia mussten Schwerarbeit leisten um die kräftigen Roller und Angriffsschläge unter Kontrolle zu bringen. Mit unserem Angriffsspiel konnten wir nichts gleichwertiges entgegen setzen und so mussten wir den favorisierten Gegnerinnen beide Sätze relativ klar jeweils mit 6 : 11 überlassen.

Am Sonntag Morgen ging es in der Qualifikation gegen den Dritten der Staffel A, dem 2. Vertreter der Region Süd, der Mannschaft vom TV Vaihingen/Enz. Der Sieger erreicht das Halbfinale, der Verlierer spielt um Platz 5. Nun wurde auch um zwei Gewinnsätze gespielt, ein Unentschieden war nicht möglich. Wieder kamen unsere Mädels im ersten Spiel des Tages schwer in einen Rhytmus und es gelang unseren Gegnerinnen schnell einen Punktevorsprung zu erarbeiten den wir leider nicht wieder aufholen konnten. Der Satz ging mit 8 : 11 an die Vaihinger. Trotz Wechsel auf unseren Angriffspositionen bekamen unsere Mädchen auch den zweiten Satz nicht in den Griff. Eine bislang nicht erlebte Nervosität ergriff alle Spielerinnen, nichts lief mehr. Selbst unsere bislang sehr gute Abwehr bekam keinen Ball mehr sicher unter Kontrolle und im Angriff wurden viele Bälle verschlagen. Hinzu kamen noch einige Angabefehler und spielten den Gegnerinnen ins Konzept. Sang und klanglos ohne großen Widerstand ging der Satz mit 4 : 11 an die Vaihingerinnen. Aus war der Traum von einer Medaille.

Im letzten Spiel um Platz 5 ging es wieder gegen die Karlsdorferinnen welche wir ja bereits in der Vorrunde knapp geschlagen hatten. Im 1. Satz begannen unsere Mädels sehr verhalten und konnten nur selten Druck auf unsere Gegnerinnen ausüben und der Satz ging schnell mit 7 : 11 verloren. Im 2. Satz wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert und es wurde ein leichtes Übergewicht für uns erreicht was letztendlich zum Satzgewinn mit 11 : 8 führte. Nun musste der 3. und letzte Satz die Entscheidung bringen. Aber unser Pulver war verschossen, die Kondition war weg und damit auch die Konzentration. Angabefehler und harmlose Angriffsschläge ebneten den Karlsdorferinnen den Weg zum klaren Sieg. Mit 3 : 11 gegen unsere Mädchen wurde der Satz beendet und damit war auch die letzte Hoffnung noch auf einen Sieg an diesem Tage vergeben. Enttäuschung machte sich in der Mannschaft breit, hatten wir uns doch nach der gelungenen Vorrunde doch leichte Hoffnungen auf vielleicht sogar einen Medaillienplatz gemacht, sogar ein paar Tränen wurden vergossen.

Aber mal ehrlich, ist ein 6. Platz bei einer Deutschen Meisterschaft nicht doch was tolles, zumal wir im nächsten Winter mit der selben Mannschaft noch einmal in dieser Altersklasse angreifen können. Wenn wir alle an uns glauben und jeder sich ein bißchen verbessert bin ich sicher dass dann auch noch eine bessere Platzierung möglich ist. Herzlichen Glückwunsch Mädels, ihr seid ein tolles Team. Und wenn ich mir dann die folgenden Stunden der Heimfahrt noch einmal in Erinnerung rufe bin ich überzeugt dass ihr es schaffen werdet.

Gemäß unserem Motto: Wer sind wir? - Wakendorf !

                                         Was sind wir? - Ein Team !

 

Bedanken möchte ich mich auch bei unseren Begleitern die die teils doch recht anstrengende Tour mit uns gemacht haben. Sven, der den Bus beschafft hat und uns an beiden Tagen sicher, aufmerksam und bedacht nach Görlitz und wieder nach Hause gebracht hat. Henry, der als Betreuer mit auf dem Feld stand und der es verstand die Mädels auch außerhalb der sportlichen Aktivitäten bei Laune zu halten. Für Romy und Daniel war es glaube ich eine ganz neue Erfahrung was dieser Sport doch für schöne Seiten hat und ganz nebenbei haben wir alle erfahren dass Görlitz selbst und auch das Umland gewiss eine Reise wert ist, nicht nur aus sportlichen Gründen.

Jürgen